Cooking for Life!

Bei unserem Pro Life Marsch gibt es viele fleißige Damen und Herren, die im Hintergrund werkeln und tüfteln. Neben der aufwändigen Organisationsarbeit im Vorfeld, den logistischen Aufgaben (etwa dem Gepäck-Shuttle-Dienst) und der Pressearbeit, gibt es da noch eine Arbeit, die essentiell notwendig ist, und ohne die unser Marsch für die Ungeborenen gar nicht funktionieren würde. Die Rede ist von unserem Küchenchef J Wir wollen diese wichtige Person heute, am vorletzten Tag der Pro Life Marsches, auch einmal zu Wort kommen lassen:

Cooking for life…

6 Uhr in der früh schrillt der Wecker schon für den Küchenchef des PLM 2010. Schnell aufstehen, Morgengebet verrichten, wenn (HOFFENTLICH!!) möglich noch duschen und packen. Dann kann der Tag beginnen.

Es ist nicht unbedingt leicht eine Meute von 20 – 30 Lebensschützern, die von morgens bis abends unterwegs sind, zu versorgen. Um 07:15 morgens trudeln langsam die Leute ein zum Frühstück, 07:45 wird gemeinsam der Morgen gelobt und danach heißt es Abmarsch, heute geht´s von Trumau nach Maria Lanzendorf. Kurz bevor alle weg sind, fällt mir und dem Reiseführer ein, dass wir noch keine Mittagsstation für den heutigen Tag ausgemacht haben. Schnell wird beraten, welche Wegstrecke man den Teilnehmern am Vormittag zumuten kann und welcher Platz uns am attraktivsten für eine Mittagspause erscheint. Danach ist die Marschgruppe „endlich“ weg und die Arbeit kann beginnen. Nun müssen das Geschirr abgewaschen, das Mittagessen vorbereitet  (Brot schneiden, Wurst und Käse schneiden, Aufstrich mischen, Gemüse schneiden, …) und die Busse wieder gepackt werden.

Um dem Chaos aus Gepäck, Geschirr, Küchenutensilien (Kühlschränken, Töpfen, Plastikschüsseln, Essbarem, ….) Herr zu werden, ist es wichtig, einfach mal irgendwo Ordnung hinein zu bringen. Es wird meistens 11 Uhr, bis man es dann endlich geschafft hat – nicht nur zusammenzuräumen und zu packen, sondern auch die Unterkunft einigermaßen sauber zu hinterlassen und den edlen Menschen, die uns die Unterkunft zur Verfügung gestellt haben, Danke zu sagen…

Schon während des Frühstücks muss man sich immer wieder überlegen, was für den kommenden Tag eingekauft werden muss. Ich habe begonnen, mir immer wieder Notizen zwischendurch zu machen, da ich mir die Fülle der Dinge sonst nicht merken kann. Wenn man es dann geschafft hat loszufahren,  sucht man mittels Google Maps den nächsten Hofer oder andere Supermärkte. Doch die Zeit drängt, da die Mittagsstation am ausgemachten Platz zuerst gefunden und auch aufgebaut werden muss. Zwischenzeitlich klärt man nochmals mit Christoph, unserem Reiseleiter, ab, ob die Gruppe es auch rechtzeitig und ohne Umwege (was durchaus schon vorgekommen ist ;) ) zum Treffpunkt schafft.

Kaum angekommen, fallen die fleißigen Wanderer hungrig über das Essen her. Meist ist innerhalb kürzester Zeit alles leergegessen und ich muss den Essensbus verteidigen, dass nicht zuviel Essen aus dem Bus stibitzt wird, um noch genug für das Abendessen zu haben. Während der Mittagspause versuche ich gleich zusammenzuräumen, um bald nach dem Abmarsch der Gruppe wieder weiterfahren zu können, das Quartier für die kommende Nacht zu suchen und dort gleich das Abendessen vorzubereiten.

Gut ist es, immer wieder Helfer dabei zu haben, da die ganze Arbeit alleine nicht schaffbar wäre. Hiermit gleich ein Dank an alle Helfer: Martina Z., Antonia, Thomas, Lina, Martina O., Monika, Lilly, Lina, Lala, Remo, … eigentlich allen und ein herzliches Vergelt´s Gott. Auch denen, die mir immer wieder den Rosenkranz für die Ungeborenen vorbeten, da ich selber bei der Arbeit nicht mitzählen kann, ein herzliches Vergelts Gott! J

Wunderbar ist es dann, wenn man sich spät abends dann mal auf die Seite setzen kann und in Ruhe ein Bier genießen kann.. Doch die Ruhe ist von nicht allzu langer Dauer, da kurz bevor der Großteil der Teilnehmer sich auf die Isomatten legt,  das Frühstück noch so weit als möglich vorbereitet werden soll…

Trotz der vielen Mühen, die ein Pro Life Marsch mit sich bringt ist, ist die Atmosphäre es einfach wert. Meine Motivation, mit dabei zu sein, wird vor allem durch den Glauben gestärkt. Denn Gott der Schöpfer des Lebens und so auch unser Schöpfer hat alles für uns hingeben. So sollte es doch selbstverständlich sein auch nur das bisschen, das wir geben können, für IHN und unsere ungeborenen Mitmenschen zu geben…

Daniel (24)

Die heutige Tagesetappe von Wr. Neustadt nach Trumau wurde, wie jeden Tag, um 8 Uhr in Angriff genommen. Trotz des Pausetages waren einige von uns immer noch ziemlich müde, doch im Laufe des Vormittags merkte man immer weniger von dieser Müdigkeit. Wir gingen heute viel an Bundesstraßen entlang und erregten dabei die Aufmerksamkeit vieler Autofahrer. Kurz vor der Mittagsstation in Neurißdorf-Blumau wurden wir darüber informiert, dass wir heute während unserer Pause gefilmt werden würden. Ein Team des katholischen Fernsehsenders EWTN hatte sich angekündigt, um uns während des Marsches ein wenig zu filmen und Interviews mit einzelnen Teilnehmern zu führen.

Als wir in Neurißdorf einmarschierten, sahen wir schon von weitem die zwei Kameras, die auf dem Hauptplatz aufgestellt worden waren und jede unserer Bewegungen festhielten. Wir begrüßten die freiwilligen Helfer von EWTN, ein Ehepaar aus dem Burgenland mit ihrem Adoptivkind und begannen gleich mit den Interviews, da unser Essensteam ohnehin noch nicht da war.

Auf einer Parkbank sitzend, das Plakat mit dem Mutter Theresa Spruch („Gebt jedem Kind die Gelegenheit, zu lieben und geliebt zu werden“) sichtbar, gaben etwa 10 Personen Zeugnis darüber, warum sie bei diesem Pro Life Marsch mitgingen. Es war für uns alle sehr interessant zu sehen, wie manche – sonst eher schüchterne Personen – sich vor der Kamera verhielten.

Nach den „Dreharbeiten“ stürzten wir uns heißhungrig auf die inzwischen eingetroffene Mittagsjause. Als wir gegen 14 Uhr wieder aufbrachen, freuten wir uns über Zuwachs in unserer Gruppe: Die Tochter des EWTN-Teams hatte sich kurzfristig dazu entschlossen mit uns zu gehen! Die restliche Tagesetappe verging wie im Flug mit Flyer-Austeilen in den Ortschaften, Singen und Plaudern auf dem Weg und einer kurzen Eispause, weil es gar zu heiß wurde.

Gegen 17 Uhr wurden wir äußerst herzlich im Schloss Trumau empfangen, in dem das internationale theologische Institut untergebracht ist. Nach einer Heiligen Messe in der Schlosskapelle gab es Abendessen und Austausch mit den großteils englischsprachigen Studenten aus aller Welt. Wir freuten uns ganz besonders, als wir dann sogar noch mit einer großen Variation an amerikanischen Kuchen überrascht wurden, die man extra für uns gemacht hatte! Nach einem unterhaltsamen Abend beschlossen wir den Tag mit einem englischen Abendlob.

Carina (21)

Heute durften wir zum Glück etwas länger schlafen, wobei man bei 7.30 Uhr auch nicht gerade von „Ausschlafen“ sprechen kann – aber immerhin eine Stunde länger als normal.

Nach einem schnellen Frühstück ging´s wie jeden Tag in die Heilige Messe. Auf dem Weg zur etwa 15 Minuten entfernten Kapuzinerkirche bemerkten wir wieder einmal, welches „Glück“ wir beim diesjährigen Pro Life Marsch mit dem Wetter haben: An den Tagen, an denen wir marschierten, hat es bisher noch nie geregnet, nur an unserem Pausetag in Pöllau schüttete es am frühen Vormittag. Auch heute verdeckten graue Wolken den Himmel und diejenigen, die keinen Regenschutz dabei hatten, wurden auf dem Weg zur Kirche etwas nass.

Vor dem Mittagessen fand noch eine Schuleinsatzpräsentation statt. Zwei Jugend für das Leben – Mitarbeiter zeigten und erklärten uns den zweistündige Powerpoint-Vortrag, der für Schüler ab 14 geeignet ist und sich mit dem Thema Abtreibung auseinandersetzt. Es war für uns beide das erste Mal, dass wir diesen Vortrag sahen, obwohl wir beide schon länger Kontakt zu anderen Aktivitäten von Jugend für das Leben hatten. Uns gefielen vor allem die vielen Videos, die im Vortrag vorkommen. Am besten fand Thomas die Ultraschall-Aufnahme von einem 11 Wochen alten Baby im Mutterleib, in der man sehen kann, wie lebendig das Kind schon ist. Die Mutter – übrigens eine frühere Jugend für das Leben Mitarbeiterin, die inzwischen schon mit ihrem zweiten Kind schwanger ist  – hat das Strampeln und Strecken ihres kleinen Mädchen damals noch gar nicht gespürt, weil es erst 8cm groß war! Echt erstaunlich, was für ein kleines Wunder so ein Baby ist!

Nach dem Mittagessen waren die meisten von uns so k.o., dass sie erstmal ein oder zwei Stunden geschlafen haben. Und auch der restliche Tag war dann noch sehr gemütlich: Eis essen, Film ansehen, nochmals schlafen, essen und Fotos durchgehen, die so in den letzten paar Tagen gemacht wurden – sehr interessant! Alles in allem ein schöner Ruhetag, der auch total notwendig war. Die letzten paar Tage waren ja wirklich nicht ohne!

Morgen wird wieder um 6.30 Uhr geweckt, dann heißt es, schnell alle Sachen zusammenpacken, frühstücken und gegen 8 Uhr zu unserem nächsten Ziel – Trumau – aufzubrechen.

Gabriel (14), Thomas (17)

Nach einer kurzen Nacht, die einige von uns sogar unter freiem Sternenhimmel verbracht hatten, haben wir uns um auf den Weg nach Wiener Neustadt gemacht. Nachdem wir an zahlreichen Maisfeldern vorbeigekommen sind, gab es mittags in Neunkirchen eine gute und stärkende Jausenstation, die manche für ein kurzes Nickerchen nutzten – sofern sie nicht im regelrecht ausgestorben wirkenden Neunkirchen nach einer WC-Möglichkeit suchten. Der restliche Weg nach Wiener Neustadt verlief zwar relativ eben, doch dafür hatten wir mit der Hitze zu kämpfen.

In einer der Pausen konnten wir einer interessanten Rede von P. Kaufmann über die natürliche Gotteskenntnis lauschen. Karina und ich waren heute zum ersten Mal mit von der Partie (wir waren erst gestern Abend angekommen) und haben den gesamten Tag sehr genossen. Beim Einzug in Wr. Neustadt verteilten wir wie immer Flyer an die Passanten, bis wir in unserer Unterkunft angekommen waren. Wir richteten uns schnell in den Räumlichkeiten ein und gingen in die Hl. Messe. Da uns leider nur eine Dusche zur Verfügung stand, beschlossen einige den kleinen Bach im Garten zu nutzen. Nach ein paar Sekunden im hüfthohen Wasser hatte man aber schnell erkannt, dass das wohl keine so gute Idee war, da man dreckiger als vorher wurde. Schlussendlich wurde zum Glück ein Gartenschlauch entdeckt, der zwar kaltes, dafür aber sauberes Wasser bot. Abends fand auch wieder unser Vortrag statt, der den Besuchern sichtlich gefiel und es entwickelte sich noch eine spannende Diskussion, als eine der Besucherinnen ihre Erfahrungen als Schulärztin einbrachte. Da morgen ein freier Tag eingeplant ist und wir deswegen auch etwas länger schlafen können, ließen wir den Tag mit einem Jackie Chan Film ausklingen.

Theresa (15)

Für mich begann der heutige Sonntag schon um 6 Uhr, weil ich gleich in die erste mögliche Messe ging. Glücklicherweise bin ich gestern Abend relativ früh ins Bett gegangen, sodass ich sage und schreibe 7 Stunden geschlafen hatte, was enorm viel für eine Pro Life Marsch – Nacht ist.

Nach der Morgenmesse traf eine junge Familie ein, um uns auf der heutigen Tagesetappe zu begleiten. Ausgestattet mit Buggy, Sonnenschutz und sonstigen Utensilien, die man für ein eineinhalbjähriges, kleines Mädchen, eine erneut schwangere Mami im 6. Monat und einen glücklichen jungen Papa braucht, marschierten wir um 9.30 Uhr los. Es war beeindruckend zu sehen, dass die Gruppe sich so über den Zuwachs freute, dass man den jungen Eltern gerne auch die schwierige Aufgaben abnahm: Während die kleine Kerstin auf den Schultern vom Papa reitete, wurde der Buggy der Kleinen durch ein extrem unwegsames Waldstück von verschiedenen Helfen manövriert. Nach einigem anstrengenden sich durch Dornengestrüpp und Kuhzäunen schlagen (der Weg war teilweise komplett zugewachsen), ging es nachmittags etwas leichter – fast flach – dem Tal entlang.

Während des Marschierens verteilten einige auch Flyer an die Hausbewohner, an die wir vorbeikamen. Hierbei muss vor allem unser Fleißigster Verteiler erwähnt werden: Andreas Hofer, unser nach Neuseeland ausgewanderter Österreicher, der zwei Wochen seines Heimaturlaubes für den Pro Life Marsch verwendet, rannte mit unglaublicher Ausdauer zu jedem einzelnen Haus, blieb oft stehen, um mit Bewohnern zu reden, nur um dann gleich wieder zur Gruppe zurück zu joggen.

Kurz bevor wir in unserer heutigen Station Scheiblingkirchen ankamen, gab es wieder einige Komplikationen mit einem zugewachsenen Wanderweg. Es blieben uns letzten Endes nur zwei Möglichkeiten: entweder einen langen Weg zurückgehen, um eine andere Abzweigung zu nehmen oder einen relativ tiefen Bach zu durchwaten. Natürlich entschieden wir uns für Zweiteres und so kam es, dass manche nicht nur bis zu den Knien nass wurden, sondern sich eine kurze Schwimmeinlage gönnten.

In der Unterkunft angekommen, gab es ein köstliches indisches Reisgericht von unserem Brasilianer Mozael zubereitet ;) Und kaum hatten wir fertig gegessen, kamen auch schon einige Dorfbewohner, die sich für unseren Vortrag interessierten. Nach dem üblichen Vortrag wurde auch ein Video vom PLM 09 gezeigt, bevor die Vortragsbesucher sich nach einer Fragerunde verabschiedeten.

Wir fielen alle todmüde in die Schlafsäcke und einige von uns ließen es sich nicht nehmen, bei dem guten Wetter im Freien zu übernachten.

Wolfgang (21)

Durststrecke

Nach einer etwas zu kurzen Nacht, haben wir heute am frühen Morgen unsere bis dato längste Strecke in Angriff genommen: 26 hügelige Kilometer von Grafendorf nach Mönichkirchen.

Nachdem wir uns von Martina verabschiedet hatten, die wegen ihres verletzten Knies abgeholt und nach Tirol ins Krankenhaus gebracht werden musste, trafen wir uns noch einmal mit Grafendorfs Pfarrer Puntigam-Juritsch für ein schnelles Gruppenfoto.  Vormittags wanderten wir durch viele kleinere Ortschaften mit traumhafter Kulisse. Dank der hügeligen Landschaft fühlten wir uns fast schon wie Bergsteiger. Im Laufe des Tages überquerten wir die steirische Grenze und setzten unseren Marsch in Niederösterreich fort.  Auf unserem Weg gab es immer angenehme, aber vor allem notwendige Pausen. Dabei machten wir heute eine kuriose Entdeckung: Scheinbar sind auch Tiere vom Recht auf Leben aller ungeborenen Kinder überzeugt: Eine weite Strecke des Weges begleitete uns ein junger Hund und auch zur Mittagspause bescherte uns ein anderer herumlaufender Hund beste Unterhaltung.  

Wie schon in den vergangenen Tagen, konnten wir auch heute immer wieder die Erfahrung machen, dass viele Leute schon von unserem Marsch für die Ungeborenen gehört haben und davon begeistert sind. Immer wieder winkten uns Leute aus den Häusern und Gärten zu und Autofahrer hupten, um unsere wandernde Gruppe zu begrüßen. Mit dabei hatten wir wie immer unsere Pro Life Marsch – Flagge und ein paar einzelne kleine Plakate mit einem Spruch von Mutter Theresa: „Gebt jedem Kind die Gelegenheit zu lieben und geliebt zu werden“.

Wir trafen aber auch auf Bewohner, die wenig oder gar nichts über den Pro Life Marsch wussten und mit denen dann interessante kurze Gespräche geführt werden konnten. Eine Frau bot uns selbstgemachten Saft an, während wir uns vor ihrem Hause kurz ausruhen konnten. Dabei informierten wir sie über die Motivation unseres Marsches.

Am Abend gab es nach dem Abendessen eine Wochenrückschau mit Photos der vergangenen Tage, damit auch diejenigen 6 Teilnehmer, die erst gestern Abend zu unserer Gruppe dazu gestoßen sind, Einblick in die erste Woche des Pro Life Marsches bekamen. Außerdem erklärte uns Carina (unsere Pressesprecherin) welch großer Arbeitsaufwand hinter der Planung und Durchführung eines Pro Life Marsches steckt.

Alles in allem war heute wieder ein gelungener Tag und wir freuen uns schon auf unsere nächste Station in Scheiblingkirchen, wo wir am morgen Abend wieder einen Vortrag anbieten werden und auf zahlreiche Besucher wie bei den bisherigen Vorträgen hoffen.

Simone (14)

Von Pöllau nach Grafendorf

Da ich mich heute auf der Etappe von Pöllau nach Grafendorf ziemlich schwer am Knie verletzt habe, möchte ich die Gelegenheit nutzen, heute noch einen Blogeintrag zu machen, bevor ich morgen früh von meinen Eltern aus Tirol abgeholt werde und dann gleich wieder ins Krankenhaus fahre. Eigentlich hätte ich in der kommenden Woche den Kochdienst übernehmen sollen, doch das wird leider nicht möglich sein.

Nach einem kurzen Photoshooting vor der Stiftskirche Pöllau, eroberten wir den Pöllauberg. Trotz des steilen Weges und des schweißtreibenden schwülen Wetters, brachen die Gespräche in unserer Gruppe über Gott und die Welt nie ab. Das ist eines der schönen Nebeneffekte unseres Marsches, bei dem wir für die Ungeborenen und Frauen in Not eintreten: Bei Gesprächen während des Marsches gibt es kein Thema, das nicht irgendwann behandelt wird. Oft dreht es sich um gesellschaftspolitische Themen, was sehr naheliegend ist, da wir ja auch für das Lebensrecht der Ungeborenen marschieren. Aber auch schöne persönliche Gespräche und neue Freundschaften entstehen schnell. Die jungen Menschen, die am Pro Life Marsch mit marschieren, lieben das Leben, lieben die Menschen und den lieben Gott. Diese Erfahrung habe ich bei meinem ersten Pro Life Marsch 2008 gemacht und mache ich seitdem immer wieder. Sie wollen die Botschaft von der Würde jedes Menschen von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod in die Welt tragen. Sie verleihen den Ungeborenen ihre Stimmen. Es ist wichtig, dass gerade junge Menschen für die zukünftige Generation eintreten und jeden Menschen, ob geboren oder ungeboren, als einzigartig und unendlich wertvoll schätzen. Wir von der Jugend für das Leben wehren uns vehement gegen jedes Unrecht, das unseren Mitmenschen angetan wird und wollen auch nicht zusehen, wie das Unrecht der Abtreibung schleichend zu einem Recht wird.
Als gläubige Katholikin bewegt mich persönlich auch immer wieder die große Barmherzigkeit Gottes, die uns und jeden stets wieder neu anfangen lässt. Nichts, kann so schlimm sein, dass Gott nicht etwas Gutes und Neues daraus machen kann. Dies haben wir erlebt und bestimmt viele andere Menschen, die sich in ihrer Not an Gott gewannt haben. Es ist uns ein Anliegen, gerade jene Frauen, die an den Folgen einer Abreibung leiden, diese Hoffnung zu vermitteln.

Ich werde in Gedanken den Weg nach Wien mitgehen und hoffe, dass viele Menschen ihr Herz für unsere Botschaft vom Leben öffnen!

Martina (24)

Pause in Pöllau

Heute hatten wir, wie schon am Mittwoch angekündigt, einen Pausetag in Pöllau, den wir natürlich nutzten, um uns ein wenig auszuschlafen. Nach Frühstück, Morgenlob und gemeinsamen Aufräumen warteten wir auf das Eintreffen unserer Referentin Ingrid Fürstner. Sinn des Pausetages ist nämlich nicht nur das Erholen, sondern auch die Weiterbildung der Teilnehmer zu lebensschutzrelevanten Themen.

So hielt Frau Fürstner einen Vortrag und einen Workshop zum Thema Post Abortion Syndrom (PAS) ab, bei dem sie von ihrer eigenen Abtreibung erzählte und den Folgen dieser, an denen sie jahrelang gelitten hatte. Sie gab uns auch einen Einblick in ihre Arbeit als Leiterin einer Selbsthilfegruppe für Frauen, die ein- oder mehrmals abgetrieben haben und nur sehr schwer mit dieser Tat umgehen können.

Es war eine gute Gelegenheit für uns alle, eine PAS – Betroffene hautnah zu erleben und die Leidensgeschichte dieser und anderer Frauen dermaßen einfühlsam erzählt zu bekommen. Ich selber habe in meinem Bekanntenkreis leider schon öfters mit Frauen zu tun gehabt, die an den Folgen einer – oft Jahre zurückliegenden – Abtreibung leiden, doch noch nie hat eine von ihnen dermaßen offen und ehrlich darüber geredet, wie es Frau Fürstner getan hat.

Ich fand es auch sehr gut, dass wir die Möglichkeiten hatten, viele Fragen zu stellen und wir auch Einblick in den Selbsthilfekurs „SaveOne“ bekamen, mit dem das Trauma der Abtreibung aufgearbeitet werden kann. Im Laufe des Vortrags hörte ich auch zum ersten Mal vom sogenannten „Post Abortion Survivor Syndrom“, das die seelischen Leiden von Geschwistern abgetriebener Kinder beschreibt. Frau Fürstner bestätigte, dass die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die ein Geschwisterchen durch Abtreibung verloren haben, oft sehr schwer zu kämpfen haben und unter Schuld-, Angst- und Verlustgefühlen leiden.

Der Vortrag war einerseits sehr informativ und bot uns Hilfestellungen für den Umgang mit Betroffenen in unserem Freundes- und Familienkreis und motivierte uns gleichzeitig noch mehr, die kommenden Tage tapfer weiterzumarschieren, um nicht nur Ungeborene vor dem Tod zu bewahren, sondern auch Frauen und andere Familienmitglieder vor unnötigem, jahrelangen Leid aufgrund einer Abtreibung.

Nachdem wir uns um 14.30 Uhr von Frau Fürstner verabschiedet hatten, stand es uns frei, uns unser Nachmittagsprogramm zu gestalten: einige gingen schwimmen, manche schliefen und wieder andere musizierten und unterhielten sich.

Am frühen Abend brachen wir zum Barmherzigkeitsabend nach Pöllauberg auf: Nach einer einstündigen Wanderung nahmen wir an der Heiligen Messe und der anschließenden Anbetung mit eucharistischem Segen teil.

Abends gab es dann ein gutes Abendessen und anschließend gemütliches Beisammensein inkl. Einem leckeren Kuchen, den eine Frau aus der Pfarre freundlicherweise extra für uns gebacken hatte!

Wir bedankten uns auch noch bei P. Roger und seiner Haushälterin, bevor wir dann wieder gen Schlafgemach aufbrachen, schließlich heißt´s morgen wieder früh aufstehen.

Magdalena (25)

Um halb sieben Uhr morgens begann ein neuer Tag, an dem wir für das Recht auf Leben unserer ungeborenen Mitmenschen marschieren würden. Nach einem ausgiebigen Frühstück und Morgenlob brachen wir zu unserer nächsten Station Pöllau auf. Nach einem langen steilen Anstieg kamen wir an einem Bauernhof vorbei, wo wir von einer älteren netten Dame eine Stärkung angeboten bekamen, die sich sehr über unsere fröhliche Truppe und den Grund unserer Wanderung freute. Einige unserer Gruppe nahmen auch die einmalige Gelegenheit wahr, eine kleine Runde auf dem Esel zu reiten. Auf unserer gesamten Etappe Richtung Pöllau trafen wir immer wieder auf Bewohner, die uns freundlich zuwinkten und uns mitteilten, dass sie schon von unserem Pro Life Marsch gehört hätten. Es war nämlich so, dass im Vorfeld unserer Sommeraktion ein Brief an alle Haushalte in jenen Ortschaften geschickt worden war, die wir durchwandern. Die meisten Leute zeigten reges Interesse und ermutigten uns, weiterhin so klar für den Lebensschutz einzustehen. Vor allem ältere Personen freuten sich über unsere Botschaft und die Tatsache, dass gerade die „Jugend von heute“ sich für die Rechte der Ungeborenen einsetzt.

In Pöllau angekommen zelebrierte Pater Roger für uns die hl. Messe, in der er auf die Wichtigkeit des Schutzes der ungeborenen Kinder hinwies und in diesem Zusammenhang auch die Heiligkeit der Familie betonte. Nach der hl. Messe war es schön, einen vollbesetzten Raum mit aufmerksamen Zuhörern vorzufinden, die sich unseren Vortrag über die Entwicklung des ungeborenen Kindes anhörten.

Morgen werden wir nicht gleich zur nächsten Station aufbrechen, sondern einen Pausetag hier in Pöllau einlegen, um unsere blasenübersäten Füße und schmerzenden Gelenke ein wenig auskurieren zu lassen. Damit diese freie Zeit trotzdem sinnvoll verwendet wird, werden zwei Workshops zum Thema Post Abortion Syndrom abgehalten werden. Die eigens für die Workshops eingeladene Referentin wird uns von ihrer eigenen Abtreibung erzählen und Einblick in ihre Arbeit mit anderen betroffenen Frauen in Selbsthilfegruppen geben. Darauf sind wir schon sehr gespannt!!

Bevor wir gleich todmüde in die Schlafsäcke kriechen, möchten wir noch eine kleine Botschaft loswerden:

Wir sind beide schon das dritte Mal bei einem Pro Life Marsch dabei und können daher aus Erfahrung sagen, dass sich ein Mitgehen absolut auszahlt! Der Marsch ist eine tolle Möglichkeit, um sich als junger Mensch für die ungeborenen Kinder und ihre Mütter einzusetzen. Außerdem macht er – trotz der Blasen und sonstigen Wehwehchen – viel Spaß!

Wir laden daher alle Leser dieses Blogs recht herzlich ein mitzugehen, selbst wenn man nur ein oder zwei Tage Zeit haben sollte, denn das ist der Schutz des menschlichen Lebens allemal wert!

Lilly (12) und Antonia (18)

Die zweite Etappe

Nach dem ersten Tag, der – wie wir aus Erfahrung schon wissen – am anstrengendsten war, konnten wir ein bisschen länger Schlafen, wir mussten erst um 6:30 Uhr aufstehen. Nach dem Frühstück beteten wir das Morgenlob und brachen langsam, ohne Stress auf, da wir

heute eine kurze Strecke bis nach Anger  zu marschieren hatten. Die Mittagspause wurde recht spät angesagt, damit wir danach nur noch ein paar  Kilometer zu gehen hatten. Die ersten Kilometer haben wir schnell geschafft. Deshalb haben wir noch Zeit gehabt, mehrere Pausen zu machen. Unter  anderem ruhten wir uns in einem Park aus, wo auch noch Zeit für die erste Wasserschlacht auf diesem PLM war!

Auf dem Weg kamen wir im Städtchen Weiz vorbei,  wo wir einen kurzen Halt in der beeindruckenden Weizbergkirche machten. Mit Pater Kaufmann beteten wir den „Engel des Herrn“ und dann gings auch schon weiter zur Mittagsstation. Peinlicherweise, aber doch, verliefen wir uns kurz vor dem vereinbarten Treffpunkt. Nach einigen Umwegen (über Berg und Tal und – wie wir jetzt am Abend feststellten – sehr

Zeckenbewohnten Waldwegen …)wir erreichten wir die Mittagsstation mit ein paar Umwegen doch noch. Nach der Nachspeise gings flott weiter.

Nach der Ankunft im Örtchen Anger packten wir unser Gepäck aus und gingen zur hl. Messe. Und da wir alle beim Kochen zusammenhalfen, konnten wir endlich beim Abendessen unsere hungrigen Mäuler stopfen. Daniel, unser momentaner PLM-Koch, machte uns  ein tolles Geröstl. Weil Magret, die gestern neu dazugekommen ist, Geburtstag gehabt hat, gab es als Nachspeise noch ein gutes Eis!

Beeindruckt haben mich heute besonders die Reaktionen der Leute, denen wir auf unserem Weg begegneten. Fast alle haben sehr, sehr positiv reagiert. Eine Frau sagte uns, dass sie es gut finde, dass wir diesen Marsch machen, weil sie auch die selben moralischen Vorstellungen wie wir besitzt und sie sich freut, dass wir nicht nur reden, sondern auch gute Taten setzen!

… so, und jetzt nerven uns gerade noch die Mädels, die die ganze Zeit singen, während wir diesen Bericht schreiben…  jetzt setzen sie sich auch noch gegenüber von uns hin – ich denke, wir müssen jetzt aufhören, zu schreiben …, schlimmschlimmschlimm ;-)

Gabriel und Thomas

Heute begann der Pro Life Marsch 2010 in Graz. Bevor wir  gegen neun Uhr zu unserer ersten

Etappe aufbrachen, feierten wir im Grazer Dom mit Weihbischof Lackner eine Hl Messe. Er betonte, dass Abtreibung DIE größte Wunde unserer heutigen Gesellschaft ist, und ermutigte uns junge Christen „Anwälte für das Leben“ zu sein.

Nach einem schnellen Frühstück ging es dann los. Auf dem Weg durch die Grazer Innenstadt verteilten wir Flugblätter. Die Passanten zeigten sich sehr interessiert. Wir machen darauf aufmerksam, dass das Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod geschützt werden muss. Ich gehe mit auf dem Pro Life Marsch, weil mir dieses Anliegen auch wichtig ist, und ich den Ungeborenen eine Stimme geben möchte.

Eure Maria

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Neues Design online!

Liebe Freunde des Lebens!

Endlich haben wir es geschafft und präsentieren euch nun unseren Blog zum Pro Life Marsch im passenden Design. Alle Infos werden in den nächsten Tagen online gestellt und dann sollte auch alles soweit funktionieren. Danke für eure Geduld!

Eure Jugend für das Leben!

Under Construction!

Liebe Freunde des Lebens!

Zur Zeit befindet sich unser Blog noch “under construction”. Wir arbeiten aber hart, um euch in der nächsten Woche unseren Blog im brandneuen PLM2010 Design präsentieren zu können. Bis dahin bitten wir euch noch um ein bisschen Geduld!

Eure Jugend für das Leben.